Schulprofil der Grundschule Engelsby

1 Einleitung

Die Grundschule Engelsby im Osten Flensburgs ist eine Offene Ganztagsschule. Die Schule bildet mit ihrem großzügigen Außengelände und dem Spielplatz eine grüne Insel mitten im Stadtteil Engelsby. Zurzeit gibt es in jedem Jahrgang drei Klassen.

Lernen, Freizeitgestaltung und Betreuung eng miteinander zu verknüpfen ist ein wichtiges Ziel der Schule. Dazu arbeitet die Schule eng mit den Eltern, dem Verein Betreute Grundschule, der Musikschule und weiteren Vereinen und Einrichtungen in Flensburg zusammen. Die Kinder können morgens vor dem Unterricht ab 7.00 Uhr und nach dem Unterricht bis 18.00 Uhr betreut werden. Durch das Mittagessen und die Freizeit- und Hausaufgabenkurse werden das Unterrichtsangebot und das Freizeitangebot ergänzt. Schüler und Lehrer genießen es, nach einer achtjährigen Bauzeit in einer renovierten und zum Teil neu gebauten und neu ausgestatteten Schule lernen und arbeiten zu können.

Grundlage des pädagogischen Konzeptes der GS Engelsby ist die Weiterentwicklung der zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen Grundschule, Kindergarten und Elternhaus. Langfristiges Ziel ist es, eine kontinuierliche Entwicklung im Bildungs- und Erziehungsprozess eines Kindes vom 3. bis zum 10. Lebensjahr zu ermöglichen. Die Umsetzung des Förderkonzeptes sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten bieten die Grundlage dafür.

Ausgangspunkt für die Organisation der Schule und die Weiterentwicklung des Unterrichtes ist die Frage
„Was braucht das Kind?“ :

- Die Stärken, Neigungen und Begabungen eines Kindes nach Möglichkeit zu entdecken und zu fördern ist ein
wichtiges Ziel des Unterrichtes und der Zusammenarbeit von Eltern und Schule.
- Wenn ein Kind in einem oder mehreren Bereichen Schwierigkeiten hat, versuchen die Lehrkräfte in
enger Zusammenarbeit mit weiteren Fachleuten und den Eltern die Ursachen festzustellen, Ziele gemeinsam
zu formulieren und das Kind entsprechend in diesen Bereichen zu fördern.

Die Organisation der Schule und des Unterrichtes orientiert sich an dem Ziel der Bildung stabiler Bindungen. Im Regelfall führt deshalb auch eine Lehrerin die Klasse vom 1. bis zum 4. Schuljahr. Die Kinder einer Klasse bilden Freundschaften und lernen in Konfliktsituationen angemessen miteinander umzugehen. Schüler und Lehrkräfte sowie die Klassenlehrerin und die Eltern einer Klasse lernen sich im Verlauf von vier Jahren immer besser kennen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrerin, Kind und den Eltern über diesen Zeitraum bietet die Möglichkeit einer vertrauensvollen und verlässlichen Zusammenarbeit.

Schülermitbestimmung wird praktisch gelebt: Projektinitiativen von Kindern für Kinder, wie z.B. die Fußballmannschaft werden von diesen selbständig durchgeführt – als Moderator steht eine Lehrkraft oder die Schulsozialpädagogin zur Verfügung.

Die Kinder werden in jahrgangsreinen Klassen unterrichtet. Bei der Gestaltung des Unterrichtes spielt die enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte eine große Rolle. Die Arbeit in den Fächern Deutsch und Mathematik basiert auf gleichen Lehrwerken und wird durch die Abstimmung der Lehrkräfte ergänzt. Im Rahmen der Erstellung eines Fachcurriculums für Deutsch und Mathematik werden in den kommenden Jahren die Methoden, die Lernerfolgskontrollen und die Kompetenzen, die die Kinder erreichen sollen, festgelegt.

2 Weitere Informationen über die Grundschule Engelsby

2.1 Allgemeine Angaben

- Kollegium :
Grundschullehrkräfte, Sonderschullehrkräfte, Erzieher, Sozialpädagogin, Schulbegleiter, Lesepaten, schulische Assistenz
- Gebäude :
Sanierte und renovierte Gebäude
Klassenräume mit Gruppenräumen
Separat ausgestattete Räume für Kunst, Werken, Musik
Aula für Aufführungen, Vorträge, Tanz, Rhythmuserziehung, Musikunterricht, freies Spiel
schuleigene Sporthalle und Sportaußenanlage
neu gestalteter Schulhof plus grünes Außengelände mit Spielplatz
- Ausstattung :
PCs mit Lernprogrammen
Lehr- und Lernmittel zur Unterstützung des selbständigen Lernens
altersgerechte Ausgestaltung der Klassen
- Englisch ab der 3. Klasse

2.2 Angaben zum Unterricht

- Unterricht nach Jahrgängen getrennt
- Notenzeugnis / Zensuren ab der 3. Klasse
- Prinzip des gemeinsamen Lernens in ausgewogen zusammen gestellten Lerngruppen
- Methodenvielfalt in Abhängigkeit von Unterrichtsgegenstand
- AGs in den Bereichen Flöten, naturwissenschaftliche Experimente, Handball
- DAZ Förderunterricht (Deutsch als Zweitsprachenförderunterricht)
- Förderstunden für Kinder mit besonderem Förderbedarf durch Sonderschullehrkräfte
- Zusammenarbeit mit Lesepaten
- Verkehrserziehung in allen Klassen durch die Verkehrspolizei im 1. und 4.Schuljahr
- Radfahrprüfung in der 4. Klasse
- Gewaltprävention (Faustlos, Klassenrat, PIT 3 [Prävention im Team für Kl. 3 und 4])
- Verschiedene Klassen- und Schulfeste
- Frühlingskonzert
- Schwimmunterricht (Klassenstufe 3) mit der Möglichkeit zum Erwerb der Schwimmabzeichen
- Klassenausflüge
- Unterrichtsgänge
- Theaterbesuche
- Klassenfahrten
- Zusammenarbeit mit der Bildungswissenschaftlichen Universität im Rahmen der verschiedenen Praktika
(Assistenzlehrerpraktikum P2)

2.3 Unterrichtszeiten und Zeiten der ergänzenden Angebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule

- Unterricht und Pausen in den 1. und 2. Klassen von 07.40 Uhr – 11.45 Uhr
- Unterricht und Pausen in den 3. und 4. Klassen von 07.40 Uhr – 12.35 Uhr

- Angebote, die man wahrnehmen kann, aber nicht muss (Angebote sind kostenpflichtig):
Mittagessen täglich
Betreuung von 07.00 Uhr – 07.40 Uhr und 11.30 Uhr – 18.00 Uhr.
Freizeit- und Hausaufgabenkurse: montags bis donnerstags

- Ferienbetreuung mit Veranstaltungsprogramm:

2.4 Kooperationen

- Im Rahmen der Schulsozialarbeit kontinuierliche Begleitung der Eltern und ihrer Kinder
- Beratung der Eltern in Erziehungsfragen und Gestaltung eines kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozesses
in Zusammenarbeit mit den Förderzentren
- Kooperation mit der Musikschule Flensburg, Sportvereinen, dem Jugendzentrum Engelsby

2.5 Veranstaltungen im Laufe eines Schuljahres

- Einschulungsfeier
- Adventsbasteln
- Adventssingen
- Fasching
- Teilnahme an den Waldjugendspielen für die 4. Klassen
- Jährlich wechselnde Schulveranstaltung für die Kinder aller Klassen
- Teilnahme an diversen Sportveranstaltungen
- Theaterbesuche, z.B. Weihnachtsmärchen

3 Grundsätze der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit, unsere Ziele

3.1 Werte vorleben

Werte bestimmen den alltäglichen Umgang miteinander und stehen aus diesem Grunde im Mittelpunkt unserer Arbeit. Hierzu zählen wir das Vermitteln von :
- Toleranz
- Hilfsbereitschaft
- Verantwortungsbewusstsein
- Verlässlichkeit
- Ehrlichkeit
- Respekt
- Vertrauen
- Selbständigkeit
- Teamfähigkeit
- Rücksichtnahme
- Offenheit
- Höflichkeit
- Pünktlichkeit

Daraus leiten wir für unsere tägliche Arbeit ab :
- Wir pflegen Umgangsformen, die von gegenseitiger Achtung bestimmt sind.
- Wir informieren uns gegenseitig offen, rechtzeitig und umfassend.
- Wir fordern und fördern Leistung und erkennen sie an.
- Wir stellen Gruppeninteresse vor Eigeninteresse.
- Wir bringen uns aktiv in Entscheidungsprozesse ein und tragen Entscheidungen mit.
- Wir akzeptieren sachbezogene Kritik und geben ebensolche.

Wir sind täglich bestrebt, diese Wertevorstellungen und Erwartungen im Schulalltag umzusetzen. Unser Verhalten ist durch soziale Verantwortung geprägt.

3.2 Schwerpunkte des Unterrichtes

Kinder sollen in der Schule Kenntnisse, Einsichten und Einstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, damit sie ein solides Rüstzeug für die weiterführenden Schulen haben.
In unserer Schule wollen wir daher :
- Solides Grundwissen vermitteln
- Grundfertigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen sichern
- Problemlösendes Denken vermitteln
- Soziales Miteinander weiterentwickeln und festigen
- Integration und Inklusion unterstützen
- Selbsttätigkeit fördern
- Grundlegende Techniken erwerben
- Kreativität fördern
- Freude an musischen Aktivitäten wecken - Bewegungsfreude und sportliche Aktivität unterstützen und fördern

3.3 Mit den Eltern zusammenarbeiten

Kinder brauchen Erziehung!
Wir in der Schule sind nur ein Teilbereich im Entwicklungsprozess eines Kindes und sind deshalb bei der Erziehung auf die zielgerichtete und verlässliche Zusammenarbeit mit den Eltern angewiesen. Immer mehr erziehende Einflüsse wirken heutzutage auf unsere Kinder ein (Medien, Computer, Veränderung in der Familie, Werteverfall in der Gesellschaft ...).
In enger Zusammenarbeit mit den Eltern kann die Schule mithelfen frühzeitig Gefahren wahrzunehmen, nach Lösungen zu suchen und sich der Erziehungsaufgabe zu stellen.

Die Lehrkräfte bieten an :
- Mitsprache bei schulischen Entscheidungen über Mitarbeit im Elternbeirat
- Mitarbeit bei schulischen Veranstaltungen.
- Einblick in die schulische Arbeit.
- Offene und vertrauensvolle Gespräche bei Fragen und Konflikten im schulischen Bereich.

Die Schule erwartet von den Eltern :
- Das persönliche Gespräch unmittelbar zu suchen, wenn schulische Probleme auftreten.
- Nach Gesprächen verbindlich getroffene Absprachen einzuhalten.
- Unterstützung bei der Wertevermittlung.
- Die Schüler soweit zu unterstützen, dass sie ihre Hausaufgaben anfertigen und funktionsfähige vollständige
Arbeitsmaterialien für die Schule haben.

4 Schul- und Unterrichtsentwicklung

Unser Schulleben ist kind- und leistungsorientiert geprägt. Neben der Vermittlung von Inhalten und der Förderung sozialer Kompetenzen sollen auch Spaß und Freude ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sein.

Zurzeit liegt der Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung des Unterrichtes in den Fächern Deutsch und Mathematik.

Genehmigt durch die Schulkonferenz am 12. Juni 2012.